Am Wasser ist was los

An heissen Sommertagen ist es an Seen, Flüssen und Bächen besonders schön. Du findest dort nicht nur Abkühlung, sondern vielleicht sogar Tiere, die im und am Wasser leben.

Frühlingsbunt

Bei den Bergmolchen ist im Frühling Paarungszeit. Das Männchen bekommt dann leuchtende Farben, und ein Kamm wächst ihm auf dem Rücken. Den ganzen Sommer verbringen Bergmolche im Wasser, danach verblassen ihre Farben, und sie werden wieder zu Landtieren.

Biberdamm

Bauen und stauen

Biber stauen das Wasser mit Dämmen. Sie stecken dazu Äste und Zweige in den Grund des Bachs und verstärken sie mit Steinen, Schlamm, Schilf und Zweigen. Das tun sie, wenn ihnen das Wasser zu wenig tief ist, denn der Eingang zu ihrem Bau muss etwa einen halben Meter unter Wasser liegen. So können die Biber abtauchen und direkt zu ihrem Bau schwimmen, wenn Gefahr droht.

Ein Biberdamm setzt oft auch die Umgebung unter Wasser. Auf diese Weise bekommt der Biber eine grössere Wasserfläche und kann sich schwimmend fortbewegen. Baumaterial und Nahrung lassen sich so besser transportieren. Wo der Biber den Bach vergrössert hat, gibt es mehr Fischarten. Auch Eisvögel, Fischotter oder Störche nutzen den zusätzlichen Lebensraum.

Mehr über Biber erfährst du hier.

Kunst mit Steinchen

Die Larven vieler Köcherfliegenlarven leben auf dem Grund eines Baches. Oft verbergen sie sich in einer Hülle, die sie aus winzigen Steinchen oder Pflanzenmaterial gebaut haben. So sind sie geschützt vor Tieren, die sie fressen wollen.

Hier kannst du dir weitere kunstvolle Steinhäuschen anschauen.

Geheimnisvoller Fisch

Vieles rund um die Europäischen Aale ist noch nicht erforscht. Niemand konnte bisher zum Beispiel einen Europäischen Aal beim Laichen fotografieren. In seinem Leben legt er Tausende Kilometer zurück und verwandelt sich dabei mehrmals.

In Flüssen findet man ihn als Gelbaal, wo er bis zu 30 Jahre lebt. Danach kehrt er an seinen Geburtsort im Meer zurück. um zu laichen und zu sterben.

Mehr über Aale erfährst du hier.

Langstreckenschwimmer

Wie der Aal schwimmt auch der Atlantische Lachs lange Strecken. Allerdings tut er das genau umgekehrt: Er kommt im Süsswasser zur Welt und schwimmt danach ins Meer. Nach ein bis zwei Jahren begibt es sich zurück zu seinem Geburtsort.

Mehr über den Atlantischen Lachs erfährst du hier.

Fischotter

Haare, Haare, Haare

Fischotter haben ein extrem dichtes Fell. Schau dir mal den Zeigefingernagel einer erwachsenen Person an. Das ist ungefähr ein Quadratzentimeter. Auf dieser Fläche wachsen dem Fischotter etwa 50’000 Haare. Als Vergleich: Auf deinem Kopf wachsen auf dieser Fläche nur etwa 120 Haare.

Mehr über Fischotter erfährst du hier.

Pfote einer Wasserspitzmaus

Borstenfüsse und Giftspeichel

Die Wasserspitzmaus frisst pro Tag etwa so viel, wie sie selber wiegt. Um ihre Beutetiere zu fangen, taucht sie ab. An den Füssen hat sie Borsten, die ihr beim Schwimmen helfen wie die Schwimmhäute den Fröschen. Der Speichel der Wasserspitzmaus ist giftig. Damit lähmt sie ihre Beutetiere.

Blitzschneller Taucher

Sobald der Eisvogel einen Fisch erblickt, stürzt er sich von einem Ast in den Fluss. Bevor du einmal geblinzelt hast, ist er mit seiner Beute bereits wieder an der Wasseroberfläche. Zurück auf seinem Ast, frisst er den Fisch. Grössere Fische betäubt er, indem er sie gegen den Ast schlägt. Danach schluckt er sie mit dem Kopf voran.

Rundumblick

Libellen halten sich in der Nähe von Flüssen und Bächen auf, wo sie Mücken und Fliegen jagen. Ihr Kopf ist sehr beweglich, und mit ihren Augen sehen sie fast rundherum.

Riese im Wasser

Europäische Welse sind die grössten Süsswasserfische in Europa. Man schon einen Wels entdeckt, der 2.70 Meter lang war. Vom Boden bis zur Decke würde er also nicht in ein Zimmer passen. Welse jagen vor allem Fische, Krebse und Amphibien. In Frankreich hat man gar beobachtet, dass sich ein Wels Tauben schnappte, die am Flussufer tranken.

Die Einzige

Die Europäische Sumpfschildkröte wohnt in ruhigen Teichen oder Seen mit vielen Pflanzen und schlammigem Grund. Sie ist die einzige Schildkrötenart, die in der Schweiz heimisch ist, und sie ist stark bedroht.