Viele Jahre war der Fischotter in der Schweiz ausgestorben. Jetzt kehrt er langsam zurück.
Damit er bleibt, braucht es saubere Gewässer und Ufer, an denen er sich verstecken kann.

Steckbrief

Grösse

60-90 Zentimeter (mit Schwanz 100-130 Zentimeter)

Gewicht

7-12 Kilogramm

Alter

Bis 15 Jahre

Nahrung

Fische, Frösche, Flusskrebse, Ratten, Mäuse, Wasservögel

Lebensraum

Europa, Asien, Afrika

Spezielles

Das Fell des Fischotters ist extrem dicht: Auf einem Quadratzentimeter wachsen 50'000 Haare. Zum Vergleich: Wir Menschen haben auf der gleichen Fläche etwa 120 Haare auf dem Kopf.

Bedrohung

Zerstörung des Lebensraums. Früher wurden Fischotter als Fischräuber gejagt.

Nahrung

Fischotter fressen vor allem Fische, aber auch Frösche, Flusskrebse, Ratten, Mäuse oder Wasservögel. Um zu überleben, braucht der Fischotter etwa ein Kilo Fleisch pro Tag. Der Fischotter sieht auch unter Wasser sehr gut. Nachts oder wenn das Wasser trüb ist, sucht er die Fische aber mit den Barthaaren: Sobald ein Fisch flieht, entstehen Wellen. Die spürt der Fischotter und weiss sofort, wo seine Beute ist.

Zusammenleben

Fischotter sind Einzelgänger, und jeder hat sein eigenes Revier. Nur für die Paarung bleiben Männchen und Weibchen eine Zeitlang zusammen. Das Fischotterweibchen kümmert sich alleine um die Jungen.

Fischotter

Nachwuchs

Nach einer Tragzeit von zwei Monaten kommen zwei bis vier blinde und sehr kleine Junge zur Welt. Nach der Geburt wiegen sie etwa 100 Gramm, also gerade so viel wie eine Tafel Schokolade.

Die Jungen trinken während 6 Monaten Muttermilch. In ihrem ersten Lebensjahr lernen sie von der Mutter jagen, schwimmen und tauchen. Nach einem Jahr müssen sie sich ein eigenes Revier suchen.

Junger Fischotter

Bedrohung

Fischotter brauchen saubere Gewässer und Ufer, an denen sie sich verstecken können. Viele Bäche und Flüsse sind jedoch verbaut oder in Betonröhren gezwängt. An den Ufern können sich die Fischotter nirgendwo verstecken.

Fluss Bünz vor der Renaturierung

Das macht
der WWF

Das macht der WWF

Der WWF setzt sich für die Revitalisierung von Flüssen und Bächen ein. «Revitalisieren» bedeutet wörtlich, dass man Gewässer wieder lebendig macht.

Man befreit zum Beispiel einen Fluss, der in ein Betonbett gezwängt ist. Manchmal muss man den Beton mit einem Bagger entfernen, manchmal zerfällt er mit den Jahren von allein. Der Bach hat dann mehr Platz und bekommt sein Ufer aus Kies oder Sand zurück. Danach können hier Pflanzen wachsen. Steinbrocken, abgestorbenes Holz oder Wurzelstöcke sind ebenfalls nützlich für die Tiere. Mit der Zeit kehren sie zurück, denn nun finden sie Verstecke und Nahrung.

Das kannst du tun

  • Halte in deiner Schule einen Vortrag über den Fischotter, damit auch deine Kolleginnen und Kollegen etwas über diese interessanten Tiere lernen können.
  • Falls es in deiner Umgebung einen Bach oder Fluss hat, der in Beton eingezwängt ist, schreibe der Gemeinde einen Brief.