Wüsten auf unserer Erde

Wüsten sind extrem trockene Gegenden, wo es selten regnet. Manche bestehen vor allem aus Sand, andere aus Steinen oder gar Salz oder Eis. Es gibt Trockenwüsten wie die Sahara. Dort kann es tagsüber sehr heiss sein, und weil es so wenig Wasser gibt, wachsen kaum Pflanzen. In Kältewüsten wie Arktis oder Antarktis wachsen sie wiederum selten, weil es so kalt ist.

Klippspringer

Der Klippspringer lebt unter anderem hier. Er bewegt sich oft auf Felsen fort. Dabei läuft er auf den Spitzen seiner Hufe. Sie geben ihm ähnlich Halt wie Saugnäpfe.

Namibgecko

Der Namibgecko bleibt tagsüber unter dem Sand. Dank Schwimmhäuten an den Füssen kann er besser graben und auf dem Sand gehen. Der kleine Gecko sieht fast durchsichtig aus, aber nachts leuchtet seine Haut grün und blau. Wahrscheinlich dient das als Signal für andere Namibgeckos. So sehen sie ihn von weitem.

Nebeltrinkerkäfer

Nebeltrinkerkäfer

In der Wüste Namib ist es oft neblig. Um die Nebeltröpfchen aufzufangen, stellt sich der Nebeltrinkerkäfer kopfüber und zur Windrichtung hin. So rinnen ihm die Wassertröpfchen den Rücken hinunter zum Kopf, und er kann das Wasser aufsaugen. Um das Wasser besser im Körper zu behalten, ist der Panzer des Käfers mit Wachs überzogen.

Welwitschie

Welwitschie

In der Namib-Wüste wächst auch die Welwitschie. Manche Welwitschien könnten bis zu 2000 Jahre alt sein! Sie behalten ihre Laubblätter das ganze Leben. Diese vertrocknen immer wieder an den Enden und wachsen am Ansatz nach.

Erdmännchen

Erdmännchen leben in der Kalahari-Wüste, man findet sie aber auch am Rand der Wüste Namib. Sie leben meistens in Gruppen, die bis zu 30 Tieren umfassen. Sie ernähren sich vorwiegend von Insekten. Wenn sie nach Nahrung suchen, hält mindestens ein Tier Wache

Fennek

Der Fennek ist einer der bekanntesten Tiere in der Sahara. Man nennt ihn auch Wüstenfuchs.

Haare an den Fusssohlen schützen ihn, wenn er durch den heissen Sand läuft. Er hat ein feines Gehör und merkt sofort, wenn sich ein Tier im Sand bewegt.

Die grossen, gut durchbluteten Ohren helfen dem Fennek ausserdem, mit der Hitze umzugehen: Das Blut transportiert Wärme aus dem Körper zu den Ohren. Über ihre grosse Oberfläche geben die Ohren Wärme an die Umgebung ab. So kann der Fennek seinen Körper besser kühlen.

Wüsten-Hornviper

Diese Schlange hinterlässt besondere S-Spuren im Sand: Sie bewegt sich seitlich fort. Man nennt das «Seitenwinden». Dabei ist immer nur ein kleiner Teil des Körpers am Boden. Hornvipern töten ihre Beutetiere mit ihren Giftzähnen. Fühlen sie sich bedroht, klappern sie, indem sie spezielle Schuppen an ihrem Körper aneinanderreiben.

Arabische Oryx-Antilope

Die Arabische Oryx-Antilope war in den 1970er-Jahren in der Wildnis ausgerottet. Inzwischen gibt es sie wieder an wenigen Orten auf der Welt, zum Beispiel in der Wüste Rub al-Chali. Die Antilopen können lange überleben, ohne zu trinken. Wasser bekommen sie vor allem über Pflanzen, die viel Wasser speichern. Um nicht zu viel Flüssigkeit zu verlieren, ist ihr Kot ausserdem sehr trocken.

Sandkatze

Auch die Sandkatze kommt mit sehr wenig Wasser aus. Sie kann sogar monatelang nichts trinken. Flüssigkeit bekommt sie vor allem über ihre Beutetiere. Sie jagt kleine Nagetiere, Hasen, Vögel, Spinnen, Insekten und Reptilien – darunter sogar Giftschlangen.

Vikunja

Vikunjas sind die wilden Verwandten der Alpakas. Ihre feinen Haare gehören zu den weichsten in der Tierwelt. Unsere Haare sind bis zu acht Mal dicker.

Kaninchenkauz

Der Kaninchenkauz brütet und schläft in Erdlöchern, ähnlich wie ein Kaninchen. Meistens nutzt er die Höhlen von anderen Tieren, etwa von Präriehunden oder Gürteltieren. Findet er keine, gräbt er sie auch mal selber mit seinen langen, kräftigen Beinen und dem Schnabel. Eine Kaninchenkauz-Höhle kann bis zu drei Meter lang sein!

Flamingo

Um zu fressen, tauchen Flamingos ihren Schnabel umgekehrt ins Wasser – also mit dem oberen Teil voran. Mit ihrer Zunge pumpen sie Wasser, kleine Krebse, Fische oder Pflanzensamen in den Schnabel. Das Wasser fliesst durch winzige Lamellen an den Schnabelrändern wieder hinaus.

Saguaro-Kaktus

Die Saguaro-Kakteen in der Sonora-Wüste können mehr als 200 Jahre alt werden. Manche wachsen so hoch wie ein Haus mit fünf Stockwerken. In den Stämmen brüten Vögel. Fledermäuse, Bienen und Vögel bestäuben die Blüten, und zahlreiche Tiere ernähren sich von den grossen roten Früchten.

Kalifornische Gopherschildkröte

Die Kalifornische Gopherschildkröte verbringt die meiste Zeit in Bauen unter der Erde. Sie bleibt nicht nur im Winter dort, sondern hält auch Sommerruhe, wenn es sehr heiss und trocken ist. Naht ein Gewitter, erwacht sie und kommt aus ihrem Versteck.

 

Puma

Pumas leben als Einzelgänger und jagen vor allem nachts. Ihre toten Beutetiere verstecken sie oft unter Laub oder anderem Naturmaterial und fressen dann mehrere Tage davon. Übrigens: Den höchsten Sprung, den man je bei einem Säugetier beobachtete, hat ein Puma gemacht: Er sprang aus dem Stand sieben Meter hoch in eine Astgabel, und das mit Beute im Maul.

Gobi-Bär

Gobi-Bär

Der Gobi-Bär ist stark bedroht. Bis heute wissen Forscher:innen und Forscher sehr wenig über ihn, und es gibt von ihm auch nur wenige Fotos und Videos.

Schneeleopard

Schneeleopard

Von allen Katzen haben Schneeleoparden das längste und dichteste Fell. Auch die Pfoten sind stark behaart. Das schützt die Schneeleoparden vor der Kälte und verhindert, dass sie im Schnee einsinken, ähnlich wie Schneeschuhe.

Hier erfährst du mehr über Leoparden.

Wildkamel

Die Taklamakan-Wüste ist eine der wenigen Orte auf der Welt, wo noch Wildkamele leben. Viele Menschen glauben, die Tiere würden Wasser in ihren Höckern speichern. Das stimmt aber nicht. Das Wasser speichern sie im Magen, in den Höckern Fett. So können sie sehr lange unterwegs sein, ohne zu fressen und zu trinken. Manchmal reicht ihnen in Regenzeiten während Monaten die Flüssigkeit, die sie mit den Pflanzen aufnehmen.

Great Victoria Desert

Die Great Victoria Desert ist die grösste Wüste in Australien. Der Sand ist rot, dazwischen gibt es steinige Flächen und trockene Salzseen. Fast 100 Reptilienarten leben hier sowie zahlreiche Vögel.

Rotes Riesenkänguru

Das Rote Riesenkänguru ist eine eindrückliche Erscheinung. Es kann grösser sein als ein besonders grosser Mann. Es hält sich oft in grossen Gruppen auf. Männchen machen manchmal Box- und Kickkämpfe. Sie entscheiden, wer der Stärkere ist.

Dornteufel

Den Dornteufel trifft man in australischen Wüsten an. Seine Schuppen sind voller Rillen. Über sie fliesst das Wasser wie über kleine Kanäle zum Maul.

Hier lernst du weitere Tiere kennen, die in Australien leben.

Eisbär

Eisbären jagen im Winter und Frühling auf dem Meereis Robben. Eine etwa zehn Zentimeter dicke Fettschicht schützt sie vor der Kälte. Ihre Pfoten können so breit sein wie Bratpfannen. So sinken sie weniger im Schnee ein.

Mehr über Eisbären erfährst du hier.

Moschusochse

Obwohl Moschusochsen Rindern gleichen, sind sie näher verwandt mit den Ziegen. Moschusochsen sind in kleinen Herden unterwegs. Wenn Gefahr droht, stellen sie sich kreisförmig nebeneinander mit dem Kopf gegen den Angreifer und schützen die Kälber in der Mitte.

Hier lernst du weitere Tiere kennen, die in der Arktis leben.

Kaiserpinguin

Die meisten Kaiserpinguine brüten auf dem Eis rund um die Antarktis und haben nie festen Boden unter den Füssen – den Sommer verbringen sie im Meer. Vom Ei bis zum selbständigen Küken dauert es sehr lange. Darum beginnen Kaiserpinguine nicht erst im Frühling zu brüten, sondern bereits im Winter.

Hier kannst du dir anschauen, was Kaiserpinguine das ganze Jahr über machen. Wie sie ihre Jungen aufziehen, ist besonders eindrücklich.

Mehr Wüsten

Auf unserer Erde entstehen immer mehr Wüstenlandschaften. Das geschieht einerseits, weil Menschen Wälder zerstören und Böden stark nutzen. Sie legen dort etwa Felder oder Weiden für ihre Tiere an. Die Pflanzen auf diesen Böden erholen sich oft nicht mehr. Anderseits verändert sich wegen der Erderhitzung, wie häufig, wie stark und wo es regnet.

Das kannst du tun

Auch du kannst mit deiner Familie mithelfen, das Klima zu schützen: zum Beispiel, indem ihr mit dem Zug anstatt dem Flugzeug in die Ferien reist. Oder indem ihr öfters mal vegetarisch oder vegan esst.