Gorillas sind neben Bonobos und Schimpansen unsere nächsten Verwandten. Sie leben in Gruppen, die ein Männchen anführt – der sogenannte «Silberrücken».
Es gibt zwei Arten, den Östlichen Gorilla und den Westlichen Gorilla.
Von jeder Art gibt es je zwei Unterarten. Zum Östlichen Gorilla gehören der Berggorilla und der Östliche Flachlandgorilla. Zum Westlichen Gorilla gehören der Cross-River-Gorilla und der Westliche Flachland-Gorilla.
Gorillas leben in tropischen Regenwäldern, Bambuswäldern, Sümpfen und Mooren. Viele halten sich in den Wäldern im Tal auf, manche aber auch in den Bergen.
Gorillas ernähren sich vor allem von Pflanzen und brauchen viel Zeit für die Nahrungssuche.
Die Tiere fressen je nach Lebensraum hauptsächlich Früchte oder Pflanzenstängel und Blätter. Bei Brennnesseln oder Bambus entfernen sie die harten Schichten der Stängel und klauben das Mark heraus.
Ab und zu fressen Gorillas auch Baumrinde oder Wurzeln und ganz selten Ameisen, Termiten, Tausendfüssler, Larven oder Käfer.
Gorillas leben meistens in Gruppen mit acht bis zehn Tieren. Manchmal können es bei den Berggorillas sogar mehr als 60 sein. Bei den Westlichen Gorillas gibt es solche grossen Gruppen kaum.
Ein Gorillamännchen führt die Gruppe an, der sogenannte «Silberrücken». Man erkennt ihn am silbergrauen Streifen auf dem Rücken.
Einige Gorillaweibchen wechseln die Gruppe mehrmals in ihrem Leben – zum Beispiel, wenn sie in einer anderen Gruppe bessere Chancen haben, sich zu paaren. Oder sie folgen einem einzelnen Männchen, das eine neue Gruppe gründet. Männchen schliessen sich hin und wieder für kurze Zeit einer Gruppe an, oft ziehen sie jedoch allein umher. Ihr Ziel ist, eine Gruppe zu übernehmen oder eine eigene zu bilden
Die Weibchen bringen etwa alle drei bis fünf Jahre ein Junges zur Welt. Meist ist es nur ein einziges, Zwillinge sind selten.
Anfangs ist das Junge komplett hilflos. Die Mutter trägt es am Bauch, später auf dem Rücken. Erst mit zweieinhalb bis drei Jahren sind junge Gorillas selbständiger und verbringen nicht mehr so viel Zeit bei der Mutter.
Gorillas können sich paaren, wenn sie zwischen fünf und zwölf Jahre alt sind. Manche bleiben dann weiterhin in ihrer Gruppe, viele verlassen sie.
Gorillas sind vom Aussterben bedroht.
Obwohl es verboten ist, jagen Wilderer Gorillas wegen ihres Fleisches. Zudem fangen sie die Jungen, um sie als Haustiere zu verkaufen.
Früher gelangte fast niemand in die tiefen, dichten Wälder, wo die Gorillas zu Hause sind. Doch immer mehr Strassen führen heute in diese Gebiete. Man hat sie gebaut für Holzschlag, Landwirtschaft und Bergbau. Leider gelangen so auch Wilderer leichter hierher. Ausserdem zerstückeln die Strassen den Lebensraum der Gorillas.
Auch Krankheiten machen den Tieren zu schaffen.
Der WWF setzt sich dafür ein, dass sich alle an die Gesetze halten. Er hilft mit, Wildhüter:innen auszubilden. Diese arbeiten in Nationalparks und Schutzgebieten und sorgen dafür, dass niemand trotz Verbot Gorillas und andere Wildtiere jagt. Gleichzeitig zieht der WWF die Bevölkerung mit ein und hilft ihnen, andere Möglichkeiten zu finden, um Geld zu verdienen.
Ausserdem unterstützt der WWF die Foschrung: Je genauer man weiss, wie sich Gorillas verhalten, desto besser lassen sie sich schützen.








