Was machen Tiere im Winter?

Im Winter ist es eisig und kalt. Der Schnee bedeckt Boden und Bäume. Alles ist weiss. Es scheint, als wäre alles eingeschlafen. Doch was tun die Tiere in dieser Zeit? Hier erfährst du, wie einige von ihnen im Winter leben.
Eichhörnchen gehen nicht in den Winterschlaf, sondern halten Winterruhe. In dieser Zeit sind sie weniger aktiv. Damit sie im Winter genügend zu fressen haben, vergraben sie im Herbst Nüsse, Samen und Pilze im Boden. Um die versteckte Nahrung wiederzufinden, nutzen sie ihren Geruchssinn. Zwar finden sie einen Teil nicht mehr, doch so wachsen aus vergrabenen Samen und Nüsse neue Pflanzen.
Die Haselmaus macht einen Winterschlaf. Dafür baut sie sich ein Nest aus Zweigen, in dem sie fast ein halbes Jahr bleibt. Im Sommer frisst sie sich Fettreserven an, um den Winter zu überstehen.
Zitronenfalter im Winter

Die meisten Schmetterlinge, die bei uns leben, überwintern als Ei, Raupe oder Puppe. Manche, wie der Kleine Fuchs, verbringen den Winter als Falter. Dafür zieht er sich an geschützte Orte zurück, zum Beispiel in Baumhöhlen.
Der Zitronenfalter verbringt den Winter an der Unterseite eines Blattes oder in einem Grasbüschel. Er übersteht sogar Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Das liegt daran, dass er ein eigenes «Frostschutzmittel» hat, das dafür sorgt, dass seine Körperflüssigkeit nicht gefriert. Andere Falter machen dasselbe wie Zugvögel. So fliegt der Admiral im Herbst in den Süden, um dort zu überwintern.

Rauchschwalbe am Fliegen

Die Rauchschwalbe verlässt im Winter die Schweiz. Sie ist eine Langstreckenzieherin. Das bedeutet, dass sie im Herbst bis südlich der Sahara fliegt. Anfang Sommer kehrt sie in die Schweiz zurück, um Eier zu legen und ihre Jungen auszubrüten.

Der Alpenschneehase ist gut an kalte Temperaturen angepasst. Im Winter wechselt er sein Fell. Es ist nun nicht mehr braun, sondern weiss. Das Winterfell ist einerseits praktisch, da der Alpenschneehase damit im Schnee getarnt ist. Anderseits isoliert das Winterfell besser und schützt so den Schneehasen vor der Kälte. Ohren und Beine des Schneehasens sind kürzer als die des Feldhasens. Über diese weniger hervorstehenden Körperteile verliert er weniger Wärme.
Die Pfoten des Alpenschneehasens sind breit und behaart. So sinkt er weniger stark im Schnee ein.

Der Winter ist für viele Tiere anstrengend. Sie finden weniger zu fressen, die Tage sind kürzer, und Laufen im Schnee ist anstrengender. Zudem müssen sie die Kälte aushalten. Um zu überleben, versuchen die Tiere, Kräfte zu sparen. Wie sie das tun, hast du nun erfahren. Mehr dazu findest du auch hier.

Es ist zudem wichtig, dass wir Menschen die Tiere nicht stören, denn das stresst sie, und manchmal fliehen sie deswegen. Für beides brauchen sie viel Kraft. Wir können im Winter etwa darauf achten, dass wir die Wege beim Spazieren oder Skifahren nicht verlassen und Wildruhezonen nicht betreten. Dadurch stören wir die Tiere weniger.