Wale sind keine Fische, obwohl manche Leute von «Walfischen» sprechen. Sie sind Säugetiere und atmen mit den Lungen. Deshalb müssen sie immer wieder an die Wasseroberfläche, um Luft zu holen. Ihre Atemluft stossen sie durch Blaslöcher aus.

Steckbrief

Grösse

Von etwa 1.5 Meter (Hector-Delfin) bis etwa 33 Meter (Blauwal)

Gewicht

Von etwa 40 Kilogramm (Hector-Delfin) bis etwa 180 Tonnen (Blauwal)

Nahrung

Je nach Art kleine Krebse (Krill), Tintenfische, Kraken, Fische

Lebensraum

Alle Weltmeere, zum Teil in Flüssen (Flussdelfine)

Spezielles

Bartenwale haben zwei Blaslöcher, durch die sie die Atemluft ausstossen. Zahnwale haben nur ein Blasloch.

Bedrohung

Beifang, Lärmbelastung, Störungen durch Schiffsverkehr, Meeresverschmutzung, Klimawandel, Walfang

Arten

Man unterscheidet zwischen Bartenwalen und Zahnwalen. Zu den Bartenwalen gehören zum Beispiel Blauwal, Buckelwal, Grauwal, Finnwal oder Minkwal. Zu den Zahnwalen gehören unter anderem der Pottwal und alle Delfine.

Der grösste Wal ist der Blauwal. Vermutlich ist er das grösste Tier, das je auf der Erde gelebt hat. Er ist länger als ein Eisenbahnwagen und wiegt etwa so viel wie 33 Elefanten.

Nahrung

Zahnwale fressen meist Fische, Tintenfische, Kraken oder Krebstiere. Sie fassen ihre Nahrung mit den Zähnen.

Bartenwale fressen vor allem kleine Krebstiere (Krill) und kleinere Fische. Sie haben keine Zähne, sondern Barten. Das sind lange, fransige Hornplatten und helfen den Walen, ihre Nahrung herauszufiltern.

Zusammenleben

Bartenwale schwimmen oft lange Strecken: Im Sommer halten sie sich in kalten Gebieten auf, wo sie Nahrung finden. Zur Paarung und zur Geburt schwimmen sie im Herbst in wärmere Gegenden. Bartenwale leben einzeln, in Paaren oder in kleinen Familiengruppen. Zur Paarungszeit oder auf ihren Wanderungen können aber auch mal bis zu 100 Tiere zusammenkommen.

Bartenwale können sehr laute Töne ausstossen, mit denen sie sich über hunderte Kilometer weit hören können.

Zahnwale leben in kleinen Gruppen aus meist etwa zwei bis zwölf Tieren. Es kann aber auch vorkommen, dass mehrere hundert Tiere zusammen schwimmen.

Zahnwale verständigen sich mit Pfeiflauten. Sie stossen auch Laute aus, die wir Menschen nicht hören. Die Beute oder das Hindernis werfen den Laut als Echo zurück, und die Wale erfahren so, wie weit entfernt sie davon sind.

Grindwale bei den Kanarischen Inseln

Nachwuchs

Je nach Art gebären Wal-Weibchen nach einer Tragezeit von etwa sechs bis sechzehn Monaten ein Junges. Das Junge kommt unter Wasser zur Welt, und die Mutter säugt es mit Milch.

Südkaper: Mutter und Kalb

Bedrohung

Neben dem Klimawandel machen den Walen Meeresverschmutzung, Lärm und Schiffsverkehr zu schaffen.

Plastikabfall, Öl, Gifte und Abwasser verschmutzen das Wasser. Der Verkehr auf den Meeren nimmt zu, und die Wale stossen mit grossen Schiffen zusammen. Sie können in die riesigen Fischernetze oder an Angelhaken geraten, die nicht für sie bestimmt sind. Ausserdem wird am Meeresgrund nach Erdöl, Erdgas und Metallen gegraben und gebohrt. Dadurch ist es unter Wasser viel lauter geworden, und der Lärm verwirrt die Wale. Sie wissen oft nicht mehr, wohin sie schwimmen sollen.

Obwohl es seit 1986 verboten ist, Wale zu fangen, halten sich nicht alle daran. Nach wie vor sterben Wale durch den Walfang.

Schwanzflosse eines Wals

Das macht
der WWF

Das macht der WWF

Der WWF setzt sich für sauberes Wasser, für walfreundliche Fischerei sowie für weniger Lärm und Verkehr auf den Meeren ein.

Ausserdem hilft er, Schutzgebiete zu erstellen, wo Wale und andere Tiere ungestört leben können. Dazu müssen die Forscherinnen und Forscher die Lebensweise der Wale gut kennen und herausfinden, wo sie sich wann aufhalten.

Francisco vom WWF Chile hilft mit, Blauwale mit Sendern auszustatten. So kann man die Tiere besser erforschen und schützen.

Das kannst du tun

  • Geniesse Fisch als etwas Besonderes, und wähle lieber einmal ein vegetarisches Essen.
  • Wenn du mit deinen Eltern zusammen einkaufst, bitte sie, nur Fisch mit dem Bio- oder MSC-Zeichen zu kaufen. Am besten kauft ihr Fisch aus Schweizer Seen. So helft ihr mit, dass die Fischerei walfreundlicher wird.
  • Halte in der Schule einen Vortrag über Wale.
  • Organisiere eine Standaktion. Das dabei verdiente Geld kannst du dem WWF spenden. Der WWF unterstützt damit Projekte, die den Walen helfen.