Schlangen gibt es schon seit der Zeit der Dinosaurier. Obwohl sie weder Arme noch Beine haben und sich deshalb nur kriechend fortbewegen können, haben sie die Jahrmillionen überdauert. Sie leben fast überall auf der Welt, können schwimmen und klettern, und einige kriechen schneller als ein Mensch läuft.

Steckbrief

Grösse

Von etwa 10 Zentimetern Körperlänge (eine Schlankblindschlangenart ) bis knapp 9 Meter Körperlänge (Netzpython )

Gewicht

Von 0.6 Gramm (eine Schlankblindschlangenart ) bis etwa 250 Kilogramm (Grosse Anakonda )

Alter

Durchschnittlich 10 bis 25 Jahre

Nahrung

Je nach Art und Grösse von Termiten bis zu Krokodilen

Lebensraum

Fast überall ausser in der Arktis, der Antarktis, Island, Irland und Neuseeland.

Spezielles

Der Schädelknochen ist durch dehnbare Bänder verbunden. Deshalb können Schlangen Beutetiere schlucken, die viel grösser sind als sie selbst.

Bedrohung

Zerstörung der Lebensräume und Nahrungsverlust

Arten

Weltweit gibt es über 3000 Schlangenarten. Bei den rund 600 giftigen Arten unterscheidet man zwischen Seeschlangen, Giftnattern (Zum Beispiel die Kobras und die Mambas), Vipern (zum Beispiel die Kreuzotter, die auch in der Schweiz vorkommt) und Grubenottern (zum Beispiel die Klapperschlangen).

Zu den ungiftigen Schlangen gehören unter anderem die Nattern (zum Beispiel die Ringelnatter, die auch in der Schweiz lebt) und die Riesenschlangen (zum Beispiel Anakondas und Pythons).

In der Schweiz leben acht Schlangenarten: Die Ringelnatter, die Schlingnatter, die Äskulapnatter, die Vipernatter, die Gelbgrüne Zornnatter, die Würfelnatter, die Aspisviper und die Kreuzotter.

Nahrung

Die Nahrung von Schlangen ist so unterschiedlich wie die Schlangen selbst. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Schlangen sind Fleischfresser (Karnivoren). Je nach Grösse ernähren sich Schlangen von Insekten, Kaulquappen, Fröschen, Eiern, Fischen, Nagetieren, Vögeln, anderen Schlangen oder grossen Säugetieren wie Gazellen und Jaguaren.

Zusammenleben

Für den grössten Teil des Jahres sind Schlangen Einzelgänger. Bei manchen Arten versammeln sich jedoch im Frühling zahlreiche Schlangen für die Paarung. Dabei umschwärmen mehrere Männchen ein Weibchen. Auch in guten Winterverstecken kann man viele Schlangen zusammen antreffen.

Kreuzotterpaar

Nachwuchs

Wie alle Reptilien legen Schlangen Eier, aus denen die Jungtiere schlüpfen. Einige Arten, wie die Grosse Anakonda oder die Kreuzotter, brüten die Eier aber in ihrem Bauch aus und bringen dann lebende Junge zur Welt. Teilweise werden die jungen Schlangen sofort nach der Eiablage sich selbst überlassen. Klapperschlangen hingegen beschützen ihren Nachwuchs bis mehrere Wochen nach dem Schlüpfen.

Bedrohung

Viele Schlangenarten sind bedroht. Am meisten bedroht sind sie, weil ihr Lebensraum zerstört wird und ihre Beutetiere verschwinden. Menschen nutzen den Platz, um Strassen und Häuser zu bauen oder um Felder anzulegen.

In einigen Ländern werden Schlangen aus Angst vor möglicherweise gefährlichen Schlangenbissen gezielt getötet.

Abgeholzter Regenwald

Das macht
der WWF

Das macht der WWF

Im Amazonas-Regenwald in Kolumbien liegt der Chiribiquete-Nationalpark. Darin leben Tausende verschiedene Tierarten, darunter Jaguar, Flachlandtapir und viele Schlangenarten. Zwar ist der Wald im Nationalpark geschützt, doch ringsum holzen und brennen die Leute den Wald ab. Die Holzfäller kommen immer näher an das geschützte Gebiet. Um den Wald zu bewahren, arbeitet der WWF eng mit den Leuten zusammen, die dort wohnen. Er bildet sie zum Beispiel zu Waldschützerinnen und Waldschützern aus.

Das kannst du tun

  • Baue zusammen mit deiner Familie Ast- und Steinhaufen in deinem Garten. Dort können einheimische Schlangen sich verstecken und ihre Eier ablegen.
  • Kaufe nichts, das aus Teilen von Schlangen gemacht ist. Oft werden dafür wilde Schlangen gefangen und getötet.