Haie haben schon vor den Dinosauriern auf der Erde gelebt. Viele Menschen haben Angst vor ihnen. Dabei ist es viel wahrscheinlicher, dass ein Hai von Menschen getötet wird als umgekehrt. Zahlreiche Haiarten sind gefährdet.

Steckbrief

Grösse

Von 20 Zentimetern (Zwerghai) bis 12 Metern (Walhai)

Gewicht

Bis 36 Tonnen (Walhai)

Nahrung

Fische, Robben oder Meeresschildkröten; einige Arten fressen Plankton (kleinste Lebewesen, die im Meer treiben)

Lebensraum

Meer; einzelne Arten leben im Süsswasser

Spezielles

Haie haben ein Skelett aus Knorpel. Deshalb sind sie beweglicher und leichter als Fische mit Knochen.

Bedrohung

Jagd, Beifang (sie geraten in Netze und an Leinen, obwohl die  Fischer sie nicht fangen wollen)

Arten

465 Haiarten sind bekannt.

Nahrung

Haie ernähren sich von anderen Meeresbewohnern. Sie sind gute Jäger – sie können gut riechen, hören und sehen. Ihre Nahrung besteht aus Fischen, Robben oder Meeresschildkröten. Manche Haiarten wie der Walhai fressen Plankton. Das sind kleinste Lebewesen, die im Meer treiben.

Viele Haie haben ein sehr gutes Gebiss. Ihre Zähne wachsen auf der Innenseite des Mauls ständig nach. Wenn einer ausbricht oder abgenutzt ist, wächst bereits ein Ersatzzahn nach. Einige Haiarten bekommen in ihrem ganzen Leben bis zu 30‘000 Zähne.

Zusammenleben

Haie sind meistens Einzelgänger. Männchen und Weibchen treffen nur zur Paarung aufeinander. Bis heute ist noch nicht vollständig erforscht, wie Haie sich untereinander verständigen.

Kleiner Schwarzspitzenhai, Südafrika

Nachwuchs

Haie bringen nur wenige Junge auf einmal zur Welt. Bei den meisten Haiarten gebären die Weibchen ihre Jungen direkt. Sofort nach der Geburt sind die Jungtiere selbständig. Andere Haie legen Eier, zum Beispiel der Katzenhai. Die Eier haben Schnüre, die sich an Felsen oder Wasserpflanzen verhaken. So schwimmen die Eier nicht davon, bis die Jungen schlüpfen.

Junge Graue Riffhaie

Bedrohung

Über 70 Haiarten sind gefährdet. Haie werden gejagt, weil ihr Fleisch, ihre Haut und Knorpel und vor allem ihre Flossen in vielen asiatischen Ländern als Delikatesse gelten.

Oft geraten Haie in Fischernetze und an Fischerleinen, die nicht für sie gedacht sind. Das nennt man «Beifang». Meistens werfen die Fischer die Haie verletzt oder halb tot wieder über Bord.

Da viele Haiarten spät Junge kriegen, vermehren sie sich nicht so schnell: Es kommen weniger Haie zu Welt, als Haie getötet werden.

Getrocknete Haiflossen in einem Laden in Hong-Kong

Das macht
der WWF

Das macht der WWF

Der WWF hilft mit, neue Fangnetze zu entwickeln, in denen weniger unerwünschte Fische und andere Meeresbewohner landen. Durch Fluchtklappen in den Netzen können Haie zum Beispiel entwischen.
Zudem setzt sich der WWF für nachhaltige Fischerei ein. Das heisst, man darf nicht mehr Fische fangen, als auf natürliche Weise wieder heranwachsen. Dank der Unterstützung des WWF sind auf der ganzen Welt Meeresschutzgebiete entstanden.

Das kannst du tun

  • Geniesse Fisch als etwas Besonderes, und wähle lieber einmal ein vegetarisches Essen. Wenn du mit deinen Eltern zusammen einkaufst, bitte sie, nur Fisch mit dem Bio- oder MSC-Zeichen zu kaufen. Am besten kauft ihr Fisch aus Schweizer Seen.
  • Mach eine Standaktion für den Schutz der Meere!