Zebras leben in verschiedenen afrikanischen Ländern. Solange die Zebras im Bauch der Mutter sind, haben sie ein schwarzes Fell. Erst kurz vor ihrer Geburt bekommen sie die weissen Streifen.
Es gibt drei Zebra-Arten: Steppenzebra, Grevyzebra und Bergzebra.
Zebras bewohnen je nach Art unterschiedliche Lebensräume. Grevyzebra und Steppenzebra bewohnen Grasland und Savannen. Das Steppenzebra findet man zusätzlich in Steppen und Wäldern. Das Bergzebra bewohnt Hänge und Bergregionen.
Zebras fressen hauptsächlich Gräser. In langen Trockenzeiten fressen Grevyzebras und Bergzebras manchmal auch Blätter oder Baumrinde.
Steppenzebras und Bergzebras trinken jeden Tag. Grevyzebras hingegen können bis zu fünf Tage ohne Wasser überleben. Zebrastuten, die ihr Fohlen säugen, müssen jeden Tag trinken.
Steppenzebras und Bergzebras leben in Familien. Sie bestehen aus einem Hengst, einer oder mehreren Stuten und ihren Fohlen. Es gibt aber auch reine Hengstgruppen, und manche Hengste leben allein. Die Stuten und der Hengst bleiben meistens lebenslang zusammen. Der Hengst verteidigt die Herde gegen andere Hengste und Feinde.
Grevyzebras leben in Gruppen, deren Mitglieder ständig wechseln. Nur die Mutter und ihr Fohlen bleiben über längere Zeit zusammen.
Zebras bringen nach einer Tragzeit von etwa einem Jahr ein einzelnes Fohlen zur Welt. Das Fohlen kann kurz nach der Geburt bereits laufen.
In den ersten Tagen nach der Geburt jagt die Stute alle anderen Zebras weg. In dieser Zeit entsteht eine Bindung zwischen Fohlen und Stute. Manche Forscher:innen glauben, dass sich das Fohlen dann das Streifenmuster der Mutter einprägt. Das Fohlen kommt erst zur Herde, wenn es etwas kräftiger ist.
Das Fohlen wird etwa sechs bis zehn Monate von der Mutter gesäugt, beginnt aber schon im Alter von etwa einem Monat Gras zu fressen.
Im Alter von ein bis drei Jahren verlässt das Fohlen die Herde, in der es zur Welt gekommen ist.
Die drei Zebraarten sind unterschiedlich stark bedroht. Sie verlieren zum Beispiel ihren Lebensraum, da Menschen dort mehr Äcker anlegen. Zudem fressen Nutztiere den Zebras die Nahrung weg, und die Zebras gelangen weniger gut an Wasser. Zebras werden auch wegen ihres Fells und Fleisches gejagt.
Weitere Gefahren sind extreme Wetterbedingungen, wie lange Trockenzeiten. Durch die Erderhitzung kommen solche Ereignisse immer häufiger vor.
Im Jahr 2011 gründeten die fünf afrikanischen Länder Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe das weltweit grösste gemeinsame Schutzgebiet, um den Lebensraum der Wildtiere zu schützen. Der WWF half dabei, das Schutzgebiet aufzubauen, und ist heute ein wichtiger Naturschutzpartner. Gemeinsam sorgen der WWF und die Fachleute vor Ort dafür, dass die Tiere nicht mehr gejagt werden und schützen ihre Lebensräume.
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