Saiga-Antilopen haben eine ganz besondere Nase. Sie fällt nicht nur auf, sondern ist auch sehr nützlich. Mit ihr können Saiga-Antilopen Staub filtern und ihre Körpertemperatur beeinflussen.

Steckbrief

Grösse

Länge: 100 bis 146 Zentimeter, Höhe: Bis zu 79 Zentimeter

Gewicht

Bis zu 51 Kilogramm

Alter

Bis zu 12 Jahre

Nahrung

Vor allem Gräser und Kräuter

Lebensraum

Mongolei, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan

Spezielles

Saiga-Antilopen können Salzwasser trinken, wenn sie kein Frischwasser finden.

Bedrohung

Erderhitzung, Lebensraumverlust, Wilderei, Krankheiten

Arten

Die Mongolische Saiga-Antilope lebt in der Mongolei, die Westliche Saiga-Antilope in Russland, Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan. Sie sehen sich sehr ähnlich.

Lebensraum

Halbwüsten und Steppen sind das Zuhause der Saiga-Antilopen. Westliche Saiga-Antilopen halten sich auf flachen Ebenen auf und vermeiden Sanddünen und bergige Landschaften. Wenn es stürmt, suchen sie Schutz in Gebüschen.

Nahrung

Saiga-Antilopen fressen im Frühling vor allem Gras und Kräuter, im Sommer auch Sukkulenten. Sukkulenten sind Pflanzen wie Kakteen, die sehr viel Wasser speichern können. Im Herbst und Winter ernähren sich Saiga-Antilopen unter anderem von Zypressenbäumen.

Von Zeit zu Zeit suchen Saiga-Antilopen Quellen auf, um zu trinken. Wasser bekommen sie jedoch fast nur über ihre Nahrung,

 

Saiga-Antilope - eine stark bedrohte Tierart

Zusammenleben

Saiga-Antilopen leben in Herden. Die Herde der Mongolischen Saiga-Antilopen umfasst etwa sechs Tiere, jene der Westlichen Saiga-Antilopen 30 bis 40 Tiere. Während der Wanderungen der Westlichen Saiga-Antilopen kommen manchmal sogar Tausende zusammen. Dann laufen sie mit der Nase dicht über dem Boden, damit sie den Staub nicht einatmen, den die anderen aufwirbeln.

Die meiste Zeit des Tages verbringen Saiga-Antilopen mit Grasen. Nur im Hochsommer ruhen sie während der grössten Hitze. Sie graben dazu eine kleine Mulde in den Boden und legen sich hinein.

Saiga-Antilopen

Nachwuchs

Während der Paarungszeit kommt ein Männchen mit einer Herde von fünf bis zehn Weibchen zusammen. Manchmal sind es sogar fünfzig. Das Männchen verteidigt die Weibchen gegen andere Männchen.

Trächtige Weibchen halten sich oft beieinander auf und gebären in der Gruppe. Für die Geburt wählen die Weibchen Orte auf Ebenen. Dort können sie Gefahren von weitem sehen. Meist bringt das Weibchen ein oder zwei Junge zur Welt.

Die Kälber ducken sich flach auf den Boden. Die Mutter kommt mehrmals pro Tag vorbei, um sie zu säugen. Erst nach etwa vier Monaten sind sie selbständig.

Junge Saiga-Antilope

Bedrohung

Saiga-Antilopen sind aus verschiedenen Gründen bedroht. Die Menschen greifen einerseits immer mehr in ihren Lebensraum ein, anderseits machen ihnen Wilderei, Erderhitzung und Krankheiten zu schaffen.

Weil es in der Mongolei immer mehr Nutztiere gibt, wird es eng auf dem Weideland, das auch die Saiga-Antilopen nutzen.

Die schweren Kühe und Kamele treten den Boden fest, wo die Quelle aus dem Boden kommt. So fliesst das Wasser nicht mehr ab, und die Quelle kann austrocknen. Fehlt das Wasser, gibt es weniger Weideland. Das ist für die Viehherden und die Wildtiere ein Problem.

Saiga-Antilopen werden wegen ihrer Hörner gewildert

Das macht
der WWF

Der WWF arbeitet mit Hirtenfamilien zusammen, um die lebenswichtigen Wasserstellen zu schützen. Gemeinsam haben sie zahlreiche Quellen eingezäunt. So zertrampeln die Viehherden den Boden bei der Quelle nicht mehr. Das Wasser kann wieder über der Erde abfliessen, und die Tiere können ausserhalb der Zäune davon trinken.

Dank der Zäune gibt es nun wieder mehr Wasser, und das Gras rund um die Quellen erholt sich. Seither gibt es wieder mehr Saiga-Antilopen. Das liegt an den Schutzmassnahmen, an milden Wintern und genügend Wasser.

Das kannst du tun

Du hilfst der Saiga-Antilope, wenn du das Klima schützt:

  • Mach Ferien in der Schweiz (zum Beispiel in einem WWF-Ferienlager) anstatt im fernen Ausland.
  • Probiere neue vegetarische und vegane Rezepte aus. Sie sind viel klimafreundlicher als Gerichte mit viel Fleisch- und Milchprodukten.
  • Stell die Heizung zurück und zieh dafür einen warmen Pullover an.
  • Geh zu Fuss oder mit dem Velo zur Schule, anstatt dich mit dem Auto fahren zu lassen.
  • In der Schweiz dürfen wir bei Abstimmungen und Wahlen mitentscheiden. So können Regeln entstehen, die Menschen und Unternehmen dabei unterstützen, besser mit der Umwelt umzugehen. Sprich mit deiner Familie, Freund:innen und Bekannten über den Einfluss von kommenden Abstimmungen und Wahlen und ermutige sie, ihre Stimme der Umwelt zu geben.