
Ozelote sind kleine Raubkatzen, die in Süd-, Mittel- und Nordamerika leben. Die kleinsten Weibchen wiegen nur etwa so viel wie eine grosse Hauskatze.
Ozelote leben in Wäldern, Mangroven, Savannen sowie Sumpfgebieten. Mangroven wachsen in einem Mix aus Süss- und Salzwasser, also an Flussmündungen und Küsten. Ihre auffälligen Wurzeln ragen wie Stelzen aus dem Wasser.
Ozelote sind meist nachts auf der Jagd. Sie jagen auf zwei Arten. Entweder streifen sie durch die Gegend, bis sie ein Beutetier entdecken. Oder sie sitzen auf einem erhöhten Platz und warten, bis ein Tier vorbeikommt.
Ozelote sind Einzelgänger und haben ihr eigenes Revier. Um zu zeigen, wer dort wohnt, markieren sie es mit ihrem Duft, mit Kot und Urin oder Kratzspuren an den Bäumen.
Die Reviere von Männchen und Weibchen überschneiden sich oft, und manchmal begegnen sich die Tiere auf ihren Streifzügen. Sie verteidigen ihr Revier nur gegen Eindringlinge, die dasselbe Geschlecht haben.
Ozelot-Weibchen bringen meist nur ein Junges zur Welt und normalerweise nur alle zwei Jahre. Sie gebären das Junge gut versteckt im dichten Gebüsch. Die Mutter zieht das Junge allein auf. Es öffnet die Augen erst mit 15 bis 18 Tagen und wächst sehr langsam.
Das Junge lernt jagen, indem es anfangs der Mutter folgt und sie beobachtet. Mit etwa zwei Jahren verlässt es seine Mutter und sucht sich im riesigen Regenwald sein eigenes Revier.
Am stärksten bedroht sind Ozelote, weil ihr Lebensraum zerstört und verkleinert wird. Die Menschen holzen grosse Waldflächen ab, um neue Felder, Strassen und Dörfer zu bauen.
Ozelote werden wegen ihres Fells gejagt oder um sie als Haustiere zu verkaufen. Manchmal töten Menschen auch Ozelote, wenn sie ihre Hühner fressen.
Regenwälder gehören zu den Lebensräumen mit den meisten Tier- und Pflanzenarten. Der WWF schafft Schutzgebiete und hilft mit, Wald aufzuforsten – das heisst, auf abgeholzten Flächen neue Bäume zu pflanzen.