Der Name Orang-Utan bedeutet «Waldmensch».
Die Menschenaffen mit dem rötlichen Fell leben in den Regenwäldern von Sumatra und Borneo. Sie kommen nur selten von den Bäumen herunter.

Steckbrief

Grösse

Bis 1.50 Meter

Gewicht

Bis zu 100 Kilogramm

Alter

Bis 40 Jahre

Nahrung

Früchte, Blätter, Knospen, Rinde, Insekten

Lebensraum

Sumatra und Borneo

Spezielles

Orang-Utans sind die einzigen Menschenaffen, die in Asien leben.

Bedrohung

Zerstörung des Lebensraums

Arten

Es gibt zwei Orang-Utan-Arten, den Sumatra-Orang-Utan und den Borneo-Orang-Utan.

Nahrung

Orang-Utans ernähren sich von Früchten (Mangos, Feigen, Litschis), jungen Blättern, Sprossen und Baumrinde. Manchmal fressen sie Ameisen, Vogeleier und kleine Wirbeltiere. Orang-Utans sorgen auch dafür, dass Pflanzen sich weiterverbreiten: In ihrem Kot sind viele Samen, und aus ihnen wachsen neue Pflanzen.

Zusammenleben

Erwachsene Orang-Utans leben meist alleine. Bei den Sumatra-Orang-Utans kommt es aber auch vor, dass mehrere Weibchen zusammenleben.

Borneo-Orang-Utan im Baum

Nachwuchs

Etwa alle vier bis sechs Jahre bringt das Orang-Utan-Weibchen ein Junges zur Welt. Zwillinge sind eher selten. Das Junge hat ein sehr enges Verhältnis zur Mutter und bleibt bis zu sieben Jahre bei ihr. Es wird selbständig, wenn die Mutter ein weiteres Junges bekommen hat. Ein Orang-Utan-Weibchen zieht in seinem Leben wahrscheinlich nicht mehr als vier bis fünf Junge auf.

Orang-Utan-Mutter mit Jungem

Bedrohung

Orang-Utans leiden heute vor allem darunter, dass sie kaum noch Lebensräume finden, die gross genug sind. Strassen zerschneiden die Landschaft, und neue Ackerflächen entstehen dort, wo früher Wald war. Dazu holzen oder brennen die Menschen Waldstücke ab. Oft gerät der Brand ausser Kontrolle, und die Orang-Utans sterben im Feuer. Obwohl es in Indonesien schon lange verboten ist, Orang-Utans zu jagen und sie zu verkaufen, töten Wilderer immer noch viele Affen. Meist töten sie Muttertiere, damit sie die Jungen verkaufen können. Besonders auf Bali und Java sind Orang-Utans beliebte Haustiere.

Gefangener Orang-Utan

Das macht
der WWF

Das macht der WWF

Der WWF hilft mit, Schutzgebiete zu schaffen, in denen Orang-Utans in Ruhe leben können. Er setzt sich auch für so genannte Waldkorridore ein. Diese verbinden die zerstückelten Lebensräume. So können die Orang-Utans von einem Gebiet ins andere gelangen und finden genügend Futter. Ausserdem bekämpft der WWF mit anderen Organisationen den Handel mit Orang-Utans und schult Polizisten, Förster und Richter.

Das kannst du tun

  • Halte in der Schule einen Vortrag über die Orang-Utans.
  • Organisiere eine Standaktion. Das dabei verdiente Geld kannst du dem WWF spenden. Der WWF unterstützt damit Projekte, die den Orang-Utans helfen.