Das Fell der Jaguare ist mit schwarzen Flecken oder Ringen bedeckt. In der Mitte der Ringe hat es meistens schwarze Punkte.
Der Name «Jaguar» kommt von «Jag War». Das bedeutet in der Sprache der Eingeborenen von Südamerika etwa «Der im Fliegen jagt».

Steckbrief

Grösse

Bis 1.90 Meter (Kopf-Rumpf)

Gewicht

Bis 115 kg

Alter

Bis 12 Jahre

Nahrung

Hirsche, Tapire, Gürteltiere, Fische, Vögel

Lebensraum

Mittel- und Südamerika

Spezielles

Manche Jaguare sind schwarz; man kennt sie unter dem Namen «Schwarze Panther»

Bedrohung

Zerstörung des Lebensraums, Wilderei

Nahrung

Jaguare sind typische Anschleichjäger. Meistens sind sie im Dunkeln unterwegs. Sie pirschen sich langsam an ihre Beute heran und warten auf den passenden Moment. Nach einem kurzen Spurt erschlagen sie die Beute mit einem Prankenschlag und reissen sie zu Boden. Sie töten ihre Beutetiere mit ihren kräftigen Eckzähnen.

Jaguare jagen vor allem grosse Tiere wie Hirsche, Tapire oder Gürteltiere. Als sehr gute Schwimmer jagen sie oft auch am Wasser. Hier erbeuten sie Fische oder Kaimane.

Jaguare schleppen ihre Beute meist an einen geschützten Ort. Wenn sie nicht alles auffressen können, vergraben sie die Reste. Zu einem späteren Zeitpunkt kehren sie wieder an diesen Ort zurück.

Jaguar beim Fressen

Zusammenleben

Jaguare sind Einzelgänger. Nur während der Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen zusammen. Jaguare leben in festen Revieren, die sie auch gegen Eindringlinge verteidigen.

Hat es in einem Gebiet viele Beutetiere, können die Reviere klein sein. Hat es wenig Beutetiere, sind die Reviere gross.

Zwei Jaguare

Nachwuchs

Nach einer Tragzeit von etwas mehr als drei Monaten bringt das Weibchen ein bis vier Junge zur Welt. Die Jungen sind bei der Geburt blind. Auf ihrem wolligen Fell sieht man schon die runden Flecken. Vor allem das Weibchen zieht die Jungen gross.

Nach etwa ein bis zwei Jahren verlassen die Jungen ihre Mutter und suchen sich ein eigenes Revier.

Bedrohung

Am stärksten bedroht sind die Jaguare, weil ihr Lebensraum zerstört und verkleinert wird. Die Menschen holzen grosse Waldflächen ab, um neue Felder, Strassen und Dörfer zu bauen. Die einzelnen Jaguarreviere werden voneinander getrennt, so dass sich die Jaguare während der Paarungszeit nicht treffen können. Dadurch gibt es weniger Jungtiere.

Die Jaguare leiden auch darunter, dass es immer weniger Beutetiere in den Wäldern gibt. Aus diesem Grund jagen Jaguare manchmal auch Nutztiere (Kühe, Schafe, Pferde). Dies macht sie jedoch zum Feind der Menschen. Um ihre Herden zu schützen, jagen die Menschen den Jaguar.

Jaguar- und Ozelotfelle werden zum Verkauf angeboten.

Das macht
der WWF

Das macht der WWF

Der WWF setzt sich dafür ein, dass die Lebensräume des Jaguars geschützt werden. Er unterstützt auch die Erforschung der Jaguare: Je besser man die Tiere und ihre Lebensweise kennt, desto besser kann man sie schützen. Zudem hilft der WWF mit, sogenannte grüne Korridore zu schaffen. So können Jaguare wieder zwischen den verbleibenden Lebensräumen wandern.

Das kannst du tun

  • Halte in der Schule einen Vortrag über den Jaguar.
  • Organisiere eine Standaktion. Das dabei verdiente Geld kannst du dem WWF spenden. Er unterstützt damit Projekte, die den Jaguaren helfen.