Obwohl Giraffen sehr bekannt und beliebt sind, wusste man lange erstaunlich wenig über sie. Inzwischen sind sie besser erforscht. Wusstest du, dass die lange Zunge der Giraffe wahrscheinlich so dunkel ist, damit sie keinen Sonnenbrand bekommt? Leider hat man auch herausgefunden, dass es immer weniger Giraffen gibt. Einige Arten sind mittlerweile vom Aussterben bedroht.

Steckbrief

Grösse

Bis zu 6 Meter hoch

Gewicht

Von 500 bis knapp 2000 Kilogramm

Alter

Über 20 Jahre

Nahrung

Am liebsten Blätter, Knospen und junge Äste von Akazienbäumen, Gras

Lebensraum

In den Savannen Afrikas

Spezielles

Das Fellmuster einer Giraffe ist so einzigartig wie der Fingerabdruck eines Menschen.

Bedrohung

Zerstörung des Lebensraums und Wilderei

Arten

Lange Zeit glaubte man, dass es nur eine Giraffenart gibt. Forscherinnen und Forscher haben nun aber herausgefunden, dass es vier unterschiedliche Giraffenarten sind.

Nahrung

Etwa die Hälfte des Tages verbringen Giraffen mit Fressen. Zu ihrer Hauptnahrung gehören die Blätter, Knospen und die jungen Äste von Akazienbäumen. Davon benötigt eine ausgewachsene Giraffe etwa 70 Kilogramm pro Tag. Mit ihrer bis zu 50 Zentimeter langen Zunge umschlingen Giraffen die Äste und streifen die Blätter davon ab. Dabei umgehen sie geschickt die scharfen Dornen der Akazien.

Trotz ihrer Grösse decken Giraffen fast ihren ganzen Wasserbedarf mit dem Wasser, das sie über die Nahrung aufnehmen. Denn Trinken ist für sie ganz schön umständlich.

Netzgiraffe

Zusammenleben

Weibchen und Jungtiere leben in Gruppen von bis zu 50 Tieren zusammen. Diese sind aber nicht fix, sondern können sich je nach Nahrungsangebot in kleinere Gruppen teilen oder sich mit anderen Gruppen zusammenschliessen.

Ausgewachsene Männchen sind meistens allein unterwegs und stossen nur zur Paarungszeit zur Herde.

Eine Giraffenherde

Nachwuchs

Etwa 15 Monate nach der Paarung kommen die Jungen zu Welt. Es ist ein unsanfter Start ins Leben, denn die Mutter steht bei der Geburt, sodass das Kleine aus zwei Metern Höhe runterfällt.

Klein sind junge Giraffen übrigens nur im Vergleich zu ihren Müttern. Eine neugeborene Giraffe ist bereits so gross wie ein Mann, etwa 1.80 Meter. Die Jungen bleiben ein bis zwei Jahre bei ihren Müttern in der Herde.

Masai Giraffen

Bedrohung

Leider hat die Zahl der Giraffen in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Immer mehr Land wird für Häuser, Strassen, Felder und Viehweiden genutzt. So haben die Giraffen nicht nur immer weniger Platz, sondern sie müssen auch gefährliche Strassen überqueren, um von einem sicheren Ort zum nächsten zu gelangen. Manchmal werden Giraffen getötet, weil sie Felder zerstören, oder sie fallen Wilderern und Kriegen zum Opfer.

Das macht
der WWF

Das macht der WWF

Um Giraffen, Löwen, Elefanten und andere Wildtiere zu schützen, bildet der WWF Wildhüterinnen und Wildhüter aus. Ihre Arbeit ist anstrengend und oft gefährlich. Manchmal sind sie wochenlang unterwegs, und wenn sie auf Wilderer treffen, müssen sie richtig reagieren. Deshalb ist es wichtig, dass Wildhüterinnen und Wildhüter gut ausgebildet sind.

Der WWF rüstet sie auch mit Navigationsgeräten, Stiefeln, Kleidern und Schlafsäcken aus.

Das kannst du tun

  • Halte in der Schule einen Vortrag über Giraffen. So erfahren auch deine Klassenkameradinnen und -kameraden mehr über diese faszinierenden Tiere und warum sie bedroht sind
  • Organisiere eine Standaktion für die Giraffen. Das dabei verdiente Geld kannst du dem WWF spenden. Der WWF unterstützt damit Projekte, die auch den Giraffen helfen.
  • Gestalte ein T-Shirt mit Giraffen drauf und zeige allen, dass du dich für Giraffen einsetzt!