Ameisenbären leben in Mittel- und Südamerika. Wie ihr Name verrät, ernähren sie sich vor allem von Ameisen. Sie fressen bis zu 35’000 Insekten pro Tag.
Es gibt zehn Ameisenbär-Arten: den Grossen Ameisenbären, den Nördlichen Tamandua und den Südlichen Tamandua sowie sieben Zwergameisenbär-Arten. Die nächsten Verwandten der Ameisenbären sind Faultiere und Gürteltiere.
Grosse Ameisenbären leben vor allem auf dem Boden. Sie bewohnen verschiedene Lebensräume, darunter Wälder, Sümpfe, Savannen und Graslandschaften. Tamanduas leben meist in Wäldern, kommen jedoch auch in anderen Lebensräumen vor. Sie halten sich auf dem Boden und auf Bäumen auf. Zwergameisenbären leben in Wäldern, meist auf Bäumen.
Ameisenbären ernähren sich hauptsächlich von Ameisen und Termiten. Dazu graben sie mit ihren Krallen Ameisen- und Termitennester auf und stecken ihre lange Schnauze tief hinein. Mit ihrer klebrigen Zunge lecken sie die Ameisen und Termiten auf.
Sie fressen nur kurz an einem Nest, bevor sie von den Ameisen angegriffen werden und zum nächsten gehen. Da Ameisenbären keine Zähne besitzen, zerkleinern sie die Insekten zuerst am Gaumen, bevor sie diese verschlucken.
Alle Ameisenbär-Arten leben allein. Nur die Mutter und das Junge bleiben über längere Zeit zusammen.
Ameisenbären bringen meist ein einzelnes Junges zur Welt. Bei der Geburt hat es bereits ein Fell. Es klettert sofort auf den Rücken der Mutter und hält sich dort fest. Die Mutter trägt das Junge etwa neun Monate, obwohl es bereits nach zwei bis drei Monaten laufen kann.
Bei den Zwergameisenbären trägt auch der Vater das Junge auf seinem Rücken.
Der Grosse Ameisenbär ist stark bedroht und in einigen Gegenden in Mittelamerika bereits ausgestorben. Einerseits verliert er seinen Lebensraum wegen Waldbränden. Die Brände werden durch die Erderhitzung immer häufiger und stärker. Zudem legen Menschen Brände, um Naturflächen in Weideland für Rinder oder Ackerflächen umzuwandeln. Viele Ameisenbären sterben in diesen Bränden.
Anderseits gibt es immer mehr Städte. Das ist für die Grossen Ameisenbären ebenfalls ein Problem. Dadurch müssen sie immer öfter Strassen überqueren, und viele von ihnen sterben bei Verkehrsunfällen.
Teilweise greifen Hunde die Grossen Ameisenbären an, oder Menschen jagen sie wegen ihres Fleisches. In einigen Gebieten fangen Menschen Grosse Ameisenbären, um sie als Haustiere zu halten oder um sie zu verkaufen.
Regenwälder gehören zu den Lebensräumen mit den meisten Tier- und Pflanzenarten. Der WWF schafft Schutzgebiete und hilft mit, Wald aufzuforsten – das heisst, auf abgeholzten Flächen neue Bäume zu pflanzen.
Der WWF setzt sich auch für den Klimaschutz ein, damit extreme Wetterereignisse wie Waldbrände in Zukunft seltener auftreten.
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