
Saiga-Antilopen haben eine ganz besondere Nase. Sie fällt nicht nur auf, sondern ist auch sehr nützlich. Mit ihr können Saiga-Antilopen Staub filtern und ihre Körpertemperatur beeinflussen.
Die Mongolische Saiga-Antilope lebt in der Mongolei, die Westliche Saiga-Antilope in Russland, Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan. Sie sehen sich sehr ähnlich.
Halbwüsten und Steppen sind das Zuhause der Saiga-Antilopen. Westliche Saiga-Antilopen halten sich auf flachen Ebenen auf und vermeiden Sanddünen und bergige Landschaften. Wenn es stürmt, suchen sie Schutz in Gebüschen.
Saiga-Antilopen fressen im Frühling vor allem Gras und Kräuter, im Sommer auch Sukkulenten. Sukkulenten sind Pflanzen wie Kakteen, die sehr viel Wasser speichern können. Im Herbst und Winter ernähren sich Saiga-Antilopen unter anderem von Zypressenbäumen.
Von Zeit zu Zeit suchen Saiga-Antilopen Quellen auf, um zu trinken. Wasser bekommen sie jedoch fast nur über ihre Nahrung,
Saiga-Antilopen leben in Herden. Die Herde der Mongolischen Saiga-Antilopen umfasst etwa sechs Tiere, jene der Westlichen Saiga-Antilopen 30 bis 40 Tiere. Während der Wanderungen der Westlichen Saiga-Antilopen kommen manchmal sogar Tausende zusammen. Dann laufen sie mit der Nase dicht über dem Boden, damit sie den Staub nicht einatmen, den die anderen aufwirbeln.
Die meiste Zeit des Tages verbringen Saiga-Antilopen mit Grasen. Nur im Hochsommer ruhen sie während der grössten Hitze. Sie graben dazu eine kleine Mulde in den Boden und legen sich hinein.
Während der Paarungszeit kommt ein Männchen mit einer Herde von fünf bis zehn Weibchen zusammen. Manchmal sind es sogar fünfzig. Das Männchen verteidigt die Weibchen gegen andere Männchen.
Trächtige Weibchen halten sich oft beieinander auf und gebären in der Gruppe. Für die Geburt wählen die Weibchen Orte auf Ebenen. Dort können sie Gefahren von weitem sehen. Meist bringt das Weibchen ein oder zwei Junge zur Welt.
Die Kälber ducken sich flach auf den Boden. Die Mutter kommt mehrmals pro Tag vorbei, um sie zu säugen. Erst nach etwa vier Monaten sind sie selbständig.
Saiga-Antilopen sind aus verschiedenen Gründen bedroht. Die Menschen greifen einerseits immer mehr in ihren Lebensraum ein, anderseits machen ihnen Wilderei, Erderhitzung und Krankheiten zu schaffen.
Weil es in der Mongolei immer mehr Nutztiere gibt, wird es eng auf dem Weideland, das auch die Saiga-Antilopen nutzen.
Die schweren Kühe und Kamele treten den Boden fest, wo die Quelle aus dem Boden kommt. So fliesst das Wasser nicht mehr ab, und die Quelle kann austrocknen. Fehlt das Wasser, gibt es weniger Weideland. Das ist für die Viehherden und die Wildtiere ein Problem.
Der WWF arbeitet mit Hirtenfamilien zusammen, um die lebenswichtigen Wasserstellen zu schützen. Gemeinsam haben sie zahlreiche Quellen eingezäunt. So zertrampeln die Viehherden den Boden bei der Quelle nicht mehr. Das Wasser kann wieder über der Erde abfliessen, und die Tiere können ausserhalb der Zäune davon trinken.
Dank der Zäune gibt es nun wieder mehr Wasser, und das Gras rund um die Quellen erholt sich. Seither gibt es wieder mehr Saiga-Antilopen. Das liegt an den Schutzmassnahmen, an milden Wintern und genügend Wasser.
Du hilfst der Saiga-Antilope, wenn du das Klima schützt: