Wombats sind die einzigen Tiere, deren Kot eine Würfelform hat. Sie leben in Australien und tragen ihre Jungen in einem Beutel.

Steckbrief

Grösse

Je nach Art 85 bis115 Zentimeter

Gewicht

Je nach Art 22 bis 40 Kilogramm

Alter

Bis zu 20 Jahre

Nahrung

Gräser und andere Pflanzen

Lebensraum

Australien

Spezielles

Wenn sich das Wombat bedroht fühlt, flüchtet es in eine Höhle. Es blockiert den Eingang des Baus mit seinem Hinterteil oder schüttet die Öffnung mit Erde zu.

Bedrohung

Krankheiten, Katastrophen wie Buschfeuer, eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten

Arten

Wombats sind Beuteltiere wie Kängurus und Koalas. Zur Familie der Wombats gehören drei Arten. Der Südliche Haarnasenwombat, der Nördliche Haarnasenwombat und der Nacktnasenwombat.

Lebensraum

Je nach Art leben Wombats in unterschiedlichen Landschaften: in Wäldern, Buschgebieten, trockenen Savannen, sandigen Gegenden, auf Wiesen und auch in höheren Bergregionen. Ihre Höhlen bauen Wombats häufig an Hängen oberhalb von Bächen, Flüssen und Schluchten.

Nahrung

Wombats sind Pflanzenfresser. Sie ernähren sich hauptsächlich von verschiedenen Gräsern. Gelegentlich fressen sie auch Blätter, Stängel, Moos, Kräuter, Baumrinde und Knollen. Eine Knolle ist ein verdickter Teil einer Pflanze, der meist unter der Erde wächst und Nährstoffe speichert.

Wombats verbringen den grössten Teil ihres Lebens in ihren Höhlen. Wenn am Abend die Luft abkühlt, verlassen sie ihren Bau und grasen mehrere Stunden lang. An kühlen oder bewölkten Tagen grasen sie auch tagsüber.

Nacktnasenwombat, Vombatus ursinus

Zusammenleben

Wombats sind Einzelgänger. Manchmal teilen sie sich ihre Höhlen oder begegnen sich auf dem Weg zur Nahrungssuche sowie an ihren Futterplätzen. Treffen zwei Wombats aufeinander, verhalten sie sich aggressiv, weil sie ihr Nahrungsrevier verteidigen.

Nacktnasenwombat

Nachwuchs

Wombats bringen immer nur ein Junges zur Welt. Es wird nach etwa einem Monat Tragzeit geboren. Bei der Geburt ist es so klein wie ein Gummibärchen und könnte allein nicht überleben.

Nach der Geburt klettert das Junge in den Beutel der Mutter und saugt Muttermilch von einer Zitze. Es saugt etwa fünf Monate an der Zitze und lässt sie nicht los.

Nach sechs bis zehn Monaten verlässt das Junge den Beutel der Mutter, kehrt aber wieder in den Beutel zurück zum Trinken. Erst ein paar Monate später verlässt es den Beutel endgültig.

Wenn ein Junges seine Mutter aus den Augen verliert, gibt es leise Rufe von sich. Die Mutter antwortet mit denselben Rufen, sodass sie sich wiederfinden.

Nacktnasenwombat

Bedrohung

Der Nördliche Haarnasenwombat ist vom Aussterben bedroht, da nur noch sehr wenige Tiere dieser Art leben. Die grössten Gefahren für die Nördlichen Haarnasenwombats sind Krankheiten und Katastrophen wie Buschfeuer. Zudem finden sie während langer Trockenzeiten nicht genug Nahrung.

Eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten sind eine weitere Gefahr. Das sind Arten, die ursprünglich nicht in Australien lebten oder wuchsen. Menschen haben sie dorthin gebracht. Die eingeschleppten Tiere jagen die Wombats und die eingeschleppten Pflanzen verdrängen die heimischen Pflanzen, die der Wombat frisst.

Buschfeuer

Das macht
der WWF

Der WWF bringt Wombats zurück in Gebiete, in denen sie früher schon einmal gelebt haben. Ein Beispiel dafür ist die Insel Lungtalanana bei Tasmanien. Dort arbeitet der WWF mit Fachleuten zusammen, um die Tiere wieder anzusiedeln.

Nach grossen Buschfeuern kümmert sich der WWF um verletzte Tiere und hilft, die zerstörten Lebensräume wieder aufzubauen. Dafür pflanzt er viele neue Bäume. Ausserdem achtet der WWF darauf, dass keine Bäume unerlaubt gefällt werden, und sorgt dafür, dass Bäume, Wälder und die Lebensräume der Tiere geschützt sind.

Zudem setzt sich der WWF für den Klimaschutz ein, damit extreme Wetterereignisse wie starke Buschfeuer in Zukunft seltener auftreten.

Das kannst du tun

Auch du kannst dazu beitragen, das Klima zu schützen:

  • Mach Ferien in der Schweiz (zum Beispiel in einem WWF-Ferienlager) anstatt im fernen Ausland.
  • Probiere neue vegane Rezepte aus. Sie sind viel klimafreundlicher als Gerichte mit viel Fleisch- und Milchprodukten.
  • Stell die Heizung zurück und zieh dafür einen warmen Pullover an.
  • Geh zu Fuss oder mit dem Velo zur Schule, anstatt dich mit dem Auto fahren zu lassen.
  • In der Schweiz dürfen wir bei Abstimmungen und Wahlen mitentscheiden. So können Regeln entstehen, die Menschen und Unternehmen dabei unterstützen, besser mit der Umwelt umzugehen. Sprich mit deiner Familie, Freund:innen und Bekannten über den Einfluss von kommenden Abstimmungen und Wahlen und ermutige sie, ihre Stimme der Umwelt zu geben.