Wombats sind die einzigen Tiere, deren Kot eine Würfelform hat. Sie leben in Australien und tragen ihre Jungen in einem Beutel.
Wombats sind Beuteltiere wie Kängurus und Koalas. Zur Familie der Wombats gehören drei Arten. Der Südliche Haarnasenwombat, der Nördliche Haarnasenwombat und der Nacktnasenwombat.
Je nach Art leben Wombats in unterschiedlichen Landschaften: in Wäldern, Buschgebieten, trockenen Savannen, sandigen Gegenden, auf Wiesen und auch in höheren Bergregionen. Ihre Höhlen bauen Wombats häufig an Hängen oberhalb von Bächen, Flüssen und Schluchten.
Wombats sind Pflanzenfresser. Sie ernähren sich hauptsächlich von verschiedenen Gräsern. Gelegentlich fressen sie auch Blätter, Stängel, Moos, Kräuter, Baumrinde und Knollen. Eine Knolle ist ein verdickter Teil einer Pflanze, der meist unter der Erde wächst und Nährstoffe speichert.
Wombats verbringen den grössten Teil ihres Lebens in ihren Höhlen. Wenn am Abend die Luft abkühlt, verlassen sie ihren Bau und grasen mehrere Stunden lang. An kühlen oder bewölkten Tagen grasen sie auch tagsüber.
Wombats sind Einzelgänger. Manchmal teilen sie sich ihre Höhlen oder begegnen sich auf dem Weg zur Nahrungssuche sowie an ihren Futterplätzen. Treffen zwei Wombats aufeinander, verhalten sie sich aggressiv, weil sie ihr Nahrungsrevier verteidigen.
Wombats bringen immer nur ein Junges zur Welt. Es wird nach etwa einem Monat Tragzeit geboren. Bei der Geburt ist es so klein wie ein Gummibärchen und könnte allein nicht überleben.
Nach der Geburt klettert das Junge in den Beutel der Mutter und saugt Muttermilch von einer Zitze. Es saugt etwa fünf Monate an der Zitze und lässt sie nicht los.
Nach sechs bis zehn Monaten verlässt das Junge den Beutel der Mutter, kehrt aber wieder in den Beutel zurück zum Trinken. Erst ein paar Monate später verlässt es den Beutel endgültig.
Wenn ein Junges seine Mutter aus den Augen verliert, gibt es leise Rufe von sich. Die Mutter antwortet mit denselben Rufen, sodass sie sich wiederfinden.
Der Nördliche Haarnasenwombat ist vom Aussterben bedroht, da nur noch sehr wenige Tiere dieser Art leben. Die grössten Gefahren für die Nördlichen Haarnasenwombats sind Krankheiten und Katastrophen wie Buschfeuer. Zudem finden sie während langer Trockenzeiten nicht genug Nahrung.
Eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten sind eine weitere Gefahr. Das sind Arten, die ursprünglich nicht in Australien lebten oder wuchsen. Menschen haben sie dorthin gebracht. Die eingeschleppten Tiere jagen die Wombats und die eingeschleppten Pflanzen verdrängen die heimischen Pflanzen, die der Wombat frisst.
Der WWF bringt Wombats zurück in Gebiete, in denen sie früher schon einmal gelebt haben. Ein Beispiel dafür ist die Insel Lungtalanana bei Tasmanien. Dort arbeitet der WWF mit Fachleuten zusammen, um die Tiere wieder anzusiedeln.
Nach grossen Buschfeuern kümmert sich der WWF um verletzte Tiere und hilft, die zerstörten Lebensräume wieder aufzubauen. Dafür pflanzt er viele neue Bäume. Ausserdem achtet der WWF darauf, dass keine Bäume unerlaubt gefällt werden, und sorgt dafür, dass Bäume, Wälder und die Lebensräume der Tiere geschützt sind.
Zudem setzt sich der WWF für den Klimaschutz ein, damit extreme Wetterereignisse wie starke Buschfeuer in Zukunft seltener auftreten.
Auch du kannst dazu beitragen, das Klima zu schützen: